BMX-Rad!

1. Was ist denn eigentlich ein BMX-Rad? Und worin unterscheidet sich das BMX-Rad von anderen Fahrrädern?

Ein BMX-Rad ist sozusagen die Harley Davidson unter den Fahrrädern – zumindest der Form nach.  Ein BMX-Rad hat einen stabilen Rahmen, der in aller Regel dicker ausfällt als bei anderen Fahrrädern. Der Lenker befindet sich relativ weit oben, so dass man üblicherweise hoch greift. Die Laufräder haben in der Mehrzahl einen Durchmesser von 20-Zoll. Aus diesem Grund sind sie auch nicht wie Rennräder auf reine Geschwindigkeit ausgelegt. Ein BMX-Rad wird auf ebener Straße nicht an die Geschwindigkeit eines Rennrades herankommen. Dafür kannst du mit einem BMX-Rad auch in unwegsamem Gelände fahren. Es gibt im wesentlichen zwei Unterteilungen: BMX Freestyle und BMX Race. Das BMX Race erreicht eine höhere Geschwindigkeit als das BMX Freestyle. Es kommt in leichter Bauweise daher und ist mit Alurahmen ausgestattet. Allerdings ist das Race Bike der Beanspruchung im Freestyle (Ramp, Dirt etc.) eher nicht gewachsen. Ein akzeptables Freestyle BMX-Rad gibt es ab circa 350,- EUR aufwärts. Übrigens ist zu beachten, dass ein BMX-Rad keine Gangschaltung hat. Die Übersetzung zu ändern ist relativ aufwendig, kann aber zum Beispiel durch den Austausch des Kettenblatts geändert werden.

2. Wie finde ich mein perfektes BMX-Rad? Wie steht es um die richtige Rahmengröße?

Um viel Spaß an deinem BMX-Rad zu haben, ist es unerlässlich, das Bike möglichst genau an die eigenen Bedürfnisse anzupassen. Hierbei spielt vor allem die Rahmengröße eine besondere Rolle. Wer ein BMX-Rad sucht, kann in der Regel zwischen 12-, 16-, 18- und 20-Zoll-Bikes wählen. 20-Zoll-Fahräder sind der Standard, allerdings gibt es sie in verschiedenen Rahmengrößen. Es gibt das 20-Zoll BMX-Rad mit kleinem Rahmen ab 1,50 Meter Körpergröße, mit mittlerem Rahmen ab 1,60 Meter und mit großem Rahmen ab 1,70 Meter Körpergröße. Im Bereich des BMX Race bestehen die meisten Rahmen aus Aluminium; die Gabel dagegen aus Carbon oder Chromo Stahl. Beim Freestyle sollte auf einen Rahmen aus der Legierung Chrommolybdän beziehungsweise HiTen-Stahl gesetzt werden. Hi-Ten ist allerdings weniger stabil. Der zur Stabilisierung zusätzlich verwendete Stahl sorgt dann für ein erhöhtes Gewicht. Deshalb setzen die fortgeschrittenen Fahrer auf  Chrommolybdän. HiTen eignet sich für ein Anfänger BMX-Rad. Es ist weniger hochwertig, aber auch günstiger.

3. Was sind die richtigen Pedale für mein BMX-Rad?

Nicht nur die Rahmengröße spielt bei der Zusammensetzung des Bikes eine Rolle. Auch die Pedale gilt es zu beachten. Festzuhalten ist zunächst, dass die allermeisten Pedale für das BMX-Rad noch immer aus Aluminium gefertigt werden. Allerdings werden mehr und mehr Plastikpedale für das BMX-Rad verwendet. In der Tat sind sie in der Herstellung preiswerter und haben ein geringeres Gewicht als Magnesium- oder Aluminiumpedale. Dafür ist ihre Haltbarkeit aber auch geringer. Ein weiterer Vorteil von Plastikpedalen ist die geringere Verletzungsgefahr. Preislich höher angesiedelte Modelle sind meist mit austauschbaren Stahlstiften ausgestattet. Auf diese Weise bieten sie besseren Halt. Außerdem weisen billigere Modelle meist offene Kugellager aus, dagegen werden in teuren meist Industrielager verwendet.

4. Welche Bremsen soll ich für mein BMX-Rad verwenden?

Hier kann man wieder zwischen Race und Freestyle Bereich unterscheiden. Freestyler nutzen zumeist U-Brakes. Sie greifen u-förmig um das Rad und stehen nicht weit ab vom Rahmen. Dadurch erweisen sie sich auch bei Stürzen als widerstandsfähiger. Zum Nachteil gehört sicher, dass sie keine perfekte Bremsleistung besitzen. Dafür lässt sich die Bremsleistung relativ gut dosieren. Zum Teil werden Bowdenzüge verwendet, die mit Teflon beschichtet sind. Als Bowdenzug bezeichnet man ein bewegliches Maschinenelement, mit dem eine mechanische Bewegung beziehungsweise Zugkraft übertragen wird. Die Anzahl der Bremsen ist zumeist abhängig davon, wo man sein BMX-Rad einsetzt beziehungsweise worin die Präferenzen des Fahrers bestehen. Zum Beispiel haben Fahrer, die auf der Straße unterwegs sind, meist überhaupt keine oder eben nur eine Hinterbremse. Das bietet zusätzlich den Vorteil, weniger in die Wartung investieren zu müssen. Auch empfinden viele Freestyler die Bremshebel und Kabel als störend, zum Beispiel beim Ausführend von Tricks. Sie bremsen dann mit den Schuhen, etwa, indem sie die Hinterballen auf die Reifen pressen. Das gilt wie gesagt für den Freestyle-Bereich. Im Race-Bereich werden zumeist V-Brakes verwendet. Sie bieten meistens mehr Bremskraft als herkömmliche Cantileverbremsen, warten aber mit schlechterer Dosierbarkeit auf. Für dein BMX-Rad nicht zu empfehlen, sind Scheibenbremsen. Sie haben zum einen ein hohes Gewicht und sind zum anderen anfällig dafür, verbogen zu werden.

5. Wie steht es um die Felgen und sonstige Ausrüstung für mein BMX-Rad?

Bei den Felgen für dein BMX-Rad solltest du auf eloxiertes Aluminium setzen. Damit sind sie relativ gut gegen Korrosion und Abrieb geschützt. Die sonstige Auswahl an Ausrüstung ist abhängig von den eigenen Vorlieben. Generell sollte aber ein Fahrradhelm Pflicht sein. Er schützt den Kopf bei Stürzen, die insbesondere im BMX-Bereich sehr schmerzhaft sein können. Fahrradhandschuhe bieten sich an, um ein Abrutschen am Lenker zu verhindern.

6. Was ist beim Kauf sonst noch zu berücksichtigen? Wie steht es um Garantie, Probefahrt und Rückgaberecht?

Der Preisunterschiede sind zum Teil recht groß. Im Internet lässt sich so manches Schnäppchen machen. Man kann sowohl einzelne Teile erwerben, um sich das BMX-Rad dann selbst zusammenzubauen, als auch Kompletträder kaufen. Anfänger, die sofort mit dem Fahrradfahren loslegen wollen, sind mit einem Komplettrad besser aufgehoben. Es wird dann vormontiert geliefert. Der fortgeschrittene Fahrer kann sich aus einer Vielzahl von Rahmen, Gabeln, Lenkern etc. sein Wunschbike individuell zusammenstellen. Der Kauf beim Fahrradhändler seines Vertrauens vor Ort hat zumindest bei Kompletträdern den Vorteil, dass man neben einer kompetenten Beratung auch eine Probefahrt machen kann, um das BMX-Rad zu testen. Außerdem lässt sich manchmal ein Testzeitraum vereinbaren, innerhalb dessen ein Umtausch möglich ist. Bei kleineren Fahrradgeschäften ist die Auswahl meist eingeschränkt. Spezielle BMX-Händler bieten mehr Auswahl.

7. Wie gehe ich bei der Wartung meines Rads vor?

Um möglichst lange Freude an einem BMX-Rad zu haben, muss in regelmäßigen Abständen eine Wartung durchgeführt werden. Da etwa die Kette stark belastet wird, muss sie entsprechend gepflegt werden. Auch gelockerte Speichen müssen nachgespannt werden. Alle Komponenten des Fahrrad sollten in regelmäßigen Abständen auf ihre Funktionalität gecheckt werden.

8. Existieren Blogs und Foren zur BMX-Rad Szene?

Ja, e gibt eine weitläufige Community, die sich in Foren und austauscht. Reinschnuppern kann auf keinen Fall schaden. Oft sind da echte Profis aktiv, die über das Biken Auskunft geben. Dort kann man sich auch Tipps holen, wenn es um den Neukauf geht oder um gute Strecken für dein BMX-Rad.

BMX-Rad